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Leitthema 2020-2023

"Frauen in der digitalisierten Arbeitswelt": Das dritte Jahresthema zeigt das Spannungsfeld der Frauen zwischen Familie und Beruf auf.

Unser Leitthema „Grenzen-los digital!?“ lädt Sie ein, einerseits die neue Welt der Digitalisierung zu nutzen und für Ihre Zwecke zu verwenden, und sich andererseits auch der Gefahren bewusst zu werden und zu lernen, wie man diese vermeidet. Dabei werden mit vier verschiedenen Jahresthemen unterschiedliche Schwerpunkte gesetzt. 

Die Jahresthemen sind:

2020 Lernen im digitalen Zeitalter

2021 Gesund, vital, digital?

2022 Frauen in der digitalisierten Arbeitswelt

2023Total digital! Total menschlich?

Die digitale Technologie durchdringt das tägliche Leben und insbesondere das Arbeitsleben. Alle Wirtschaftszweige sind mehr oder weniger davon betroffen. Computer hielten Einzug, E-Mails wurden geschrieben und die Nutzung des Internets wurde selbstverständlich. Handys wurden zu Smartphones, die Telefon, Kamera, Rechner u. v. m. in einem sind. Durch Nachrichtendienste und soziale Netzwerke haben sich die Kommunikationsmöglichkeiten enorm ausgeweitet.

Die technologische Entwicklung geht weiter, was auch die Frage nach den Folgen im Hinbick auf den steigenden Energiebedarf und anfallenden Elektroschrott aufwirft. 

Arbeit 4.0 meint, dass nach den Entwicklungsschüben durch die mechanische, die elektronische und die automatisierte Revolution in der Arbeitswelt nun die vierte Revolution ansteht, die sich durch digitale und intelligente Vernetzung auszeichnet. Systeme der Künstlichen Intelligenz sind auf dem Vormarsch. Schon jetzt übernehmen sie Routineaufgaben in Banken, Versicherungen und Verwaltungen. Und immer mehr tun sie nicht nur das, was ihnen vorher „einprogrammiert“ wurde, sondern sie entwickeln sich selbstlernend weiter. Wird KI einmal den Menschen bei den meisten kognitiven Aufgaben übertreffen, und einen Teil der Arbeitskräfte ersetzen? Prognosen zeigen, dass typische Frauenberufe mehr davon betroffen sein werden als typische Männerberufe. Welche persönlichen, gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen wird das haben?

Ein weiterer Aspekt der Digitalisierung des Arbeitslebens ist, dass flexibleres Arbeiten möglich ist. Dies bietet – zumindest auf den ersten Blick – gerade für Frauen einen Vorteil, da sie Interesse daran haben, Familie und Beruf zu verbinden. Wer an einem Computer arbeitet, kann dies grundsätzlich von überall aus tun, feste Büros sind nicht mehr zwingend notwendig. Mobiles Arbeiten und Homeoffice werden deutlich zunehmen. Aufgrund der Pandemie sind seit März 2020 viele Menschen im Homeoffice tätig, insbesondere auch Frauen. Es hat sich gezeigt, dass sich dadurch die Grenzen zwischen Arbeit und Freizeit, zwischen Beruflichem und Privatem auflösten oder zumindest undeutlicher wurden. 

Die Monate im Lockdown-Homeoffice haben eine seltsame Eigendynamik kreiert, eine Ambivalenz aus Betriebsamkeit und Lähmung. Homeoffice wurde zunehmend ungünstiger wahrgenommen und die psychosozialen Folgen fielen deutlich negativer aus. “Zoom-Fatigue“ breitet sich aus – Müdigkeit, Erschöpfung und Stress aufgrund virtueller Kommunikation. Dazu kommt, dass digitale Kommunikation schnelle Kommunikation ist. Die Erwartung auf schnelle Antworten ist gestiegen, die Arbeitsverdichtung steigt. Gerade auf Frauen, die nach wie vor in deutlich höherem Maße als Männer die Erziehungs- und Hausarbeit leisten, wird sich diese Entwicklung des zunehmenden Homeoffice in einer stärkeren Belastung äußern.  Selbstorganisation und Selbstfürsorge sind notwendig und gewinnen deutlich an Wichtigkeit.