LandFrauenfest am Sonntag, 11.09 2022

- nach Coronapause am neuen Standort

Nach langer Pause hat am Sonntag, 11.09.2022 wieder ein Landfrauenfest, dieses Mal auf dem Schulhof der Grundschule in Oberberken, bei schönem Festleswetter, stattgefunden. Tage vorher wurde viel vorbereitet: Flachswickel und Brot gebacken, Kränze gebunden, Marmelade gekocht, organisiert und geplant und vieles mehr. Mit dem Ergebnis, dass es ein rundum gelungenes Fest wurde! Das Essen und die Stimmung waren gut, die Tombolapreise kamen sehr gut an. Auch das Kasperletheater und die Riesenseifenblasen wurden von den Kindern sehr gerne angenommen.

Wir bedanken uns bei Herrn Riesner und der Schulleitung für die Unterstützung und natürlich bei allen Landfrauen, Helferinnen und Helfern, die mitgeholfen haben, dass das Fest so gut gelingen konnte.  

Vortrag: Die Rose in Kunst, Kultur und Kulinarik

von Aphrodite bis Josephine

Am Freitagabend trafen sich  bei herrlich luftigem Sommerwetter 30 (Land)Frauen im Stillen Hof unter dem Walnussbaum um sich der Königin der Blumen einmal von einer anderen Seite zu nähern. Auch wenn die Rosen im Garten nicht mehr so üppig blühten, gab es doch „rosiges“ in Form von Sekt oder Selters mit einem Schuss selbstgemachten Rosensirup oder Zucchini- und Apfelrosen als Gebäck. So gestärkt konnte man dem Vortrag der wohlbekannten Referentin Dr. Karin de la Roi-Frey über die ursprünglich eigensinnige, unbezähmbare und wilde Pflanze mit ihren Stacheln – es sind keine Dornen - folgen.

So erfuhr man wie aus der weißen Rose der Liebesgöttin Aphrodite eine rote wurde oder warum im Weinberg Rosen gepflanzt werden. Auch der Name der zweimal blühenden Teerosen wurde entschlüsselt: Die Rosen stammen aus der Gärtnerei Fa-Ti in China, woraus dann in England die „tearose“ wurde. Die Referentin berichtete, selbst von der Insel Föhr stammend, über die Roseninsel in der Nordsee sowie über die Rosenzüchterfamilie Tantau aus Schleswig-Holstein, die die LandFrauenrose herangezogen hat. Dass Straßennamen wie „Rosenwinkel, Rosengässle“ oder „Zur großen Rose“ ein besonders lasterhaftes (für Männer besonders interessantes) Viertel kennzeichnen wurde auch erwähnt. Die Bedeutung der Rose für die Medizin wird durch den Namen „Rosa gallica officinales“, der Apothekerrose deutlich und so wurde diese Rose in allen Klostergärten angebaut. Um ein Kilogramm Rosenöl zu gewinnen müssen Fünftausend Kilogramm Rosenblüten verarbeitet werden. Zum Ende des Vortrags stellte Karin de la Roi-Frey eine berühmte Kennerin und Sammlerin der Königin der Blumen vor. Napoleons Frau, Kaiserin Josephine, die um 1800 alle auf der Welt bekannten Rosen in ihrem Schossgarten von Malmaison kultivierte.

Es war wieder eine bunte und  lebendige Darbietung in einem traumhaften Ambiente! Vielen Dank an das Vorstandsteam, das alles vor- und nachbereitet hat und an die Gastgeberin Elisabeth Nagel.

Waldbaden am 25.05.2022

- eintauchen in die Atmosphäre des Waldes

Am Mittwochabend trafen sich 18 interessierte (Land)Frauen am Wanderparkplatz in Unterberken zu einem bewussten Waldspaziergang. Mit der Referentin Birgitta Kürtös  wurde das „Waldbaden“ ausprobiert. Nach einer schnellen theoretischen Einführung wurden ganz entschleunigt und ohne zu sprechen Übungen für die einzelnen Sinne, Atemübungen und sanfte Bewegungen praktiziert. Man schlenderte staunend durch den Wald, nahm die Umgebung in einem neuen Ausschnitt wahr, versuchte auch mit „seinem“ Baum in Kontakt zu treten und nahm dabei bioaktive Stoffe in sich auf. Aus Waldfundstücken der Teilnehmerinnen wurde ein Dankbarkeitsbild gelegt und das eigene Ich durch das Nachsprechen verschiedener Sinnsprüche in Kombination bestimmter Bewegungen gestärkt. Gestärkt wurde abschließend auch noch der Geschmackssinn. Das Fazit der Teilnehmerinnen: Eine sehr wohltuende Veranstaltung, die zu weiteren Bädern im heilsamen Wald  einlädt. 

Muttertagsausflug unter dem Motto Käse, Kirche, Kompost am 10.05.2022

Was für ein schöner Tag! Was für ein schöner Ausflug!

Früh morgens machten sich 25 gut gelaunte Landfrauen gemeinsam im Bus auf den Weg. Zuerst ging die Fahrt über den Schwäbisch-Fränkischen Wald zur Dorfkäserei nach Geifertshofen. Bei einem interessanten Vortrag mit Käseverkostung wurde ein anderer Blickwinkel auf die Milchproduktion in der Landwirtschaft geworfen: Die Natur wurde der Technik angepasst, dadurch sind Ungleichgewichte entstanden, die uns inzwischen mehr schaden als nützen. Das geht von artgerechter Haltung, mit Fütterung, über die Verarbeitung der Milch, bis zur Verwertung der Kälber.  Es wurde deutlich, dass in der Landwirtschaft ein Umdenken erfolgen muss. Im Anschluss gab es dann die Möglichkeit zum Einkauf von leckerem Bio- und Demeter-Käse.

Nach einer kurzen Weiterfahrt ging es zum nächsten Halt nach Vellberg, zur Besichtigung der St. Martinskirche auf Stöckenburg. Der Martinsaltar und die Fresken an Decke und Wänden luden bei den warmen Temperaturen ein, zum Verweilen, zur Betrachtung und zur Besinnung.

Weiter ging es dann nach Spiegelberg-Jux zu Familie Löffelhardt vom Sommerberghof. Auch hier wurden die Zeichen der Zeit erkannt und es wird versucht, eine natürliche Kreislaufwirtschaft und eine Unabhängigkeit von der chemischen Industrie in der Landwirtschaft umzusetzen. Herr Löffelhardt hat ein System entwickelt, aus dem Mist seiner Galloways-Rinder hochwertigen Kompost herzustellen, um der Abhängigkeit von betriebsexternen Dünge- und Pflanzenschutzmitteln zu entgehen. Natürlich gelingt das nicht von jetzt auf sofort, aber es ist ein Schritt in die richtige Richtung.

Nach einem gemeinsamen Abendessen in Murrhardt machten sich die Landfrauen wieder auf den Weg nach Hause. Ein gelungener Tag, für jede Landfrau war etwas dabei.

Krähle binden am 30.04.2022

Dank guter Vorarbeit lief alles wie geschmiert!

Am Samstagvormittag trafen sich elf LandFrauen zum Krähle binden an der Berkener Wand. Hier hatte die Familie Häberle das erstklassige Buchenreisig  schon zu schönen Haufen hergerichtet, sodass man die Zweige zügig auf Länge bringen und im Krählesbinder bündeln konnte. Auch die mitgebrachten Akkusägen leisteten gute Dienste. Bevor die 55 Krähle auf den Dachboden im Stillen Hof zum Trocknen gehievt wurden, stärkten sich die Frauen mit Kaffee, Hefegebäck und Muffins. Es hat wieder viel Spaß gemacht. Ein herzliches Dankeschön geht an alle fleißigen Helfer!

Mitgliederversammlung am 13.04.2022

Am Mittwoch, 13. April trafen sich die Landfrauen aus Ober- und Unterberken zur Mitgliederversammlung in der Gaststätte Hirsch.

Nach dem Rückblick der vergangenen Veranstaltungen in 2021 durch die Vorsitzende Susanne Wimpff, legte Kassiererin Monika Bischof die Zahlen zur finanziellen Situation des Vereins vor. Es folgte die Entlastung des Vorstandes. Dieses Jahr stand die Wahl des Vorstands an. Susanne Wimpff wurde als Vorsitzende bestätigt, zur Stellvertreterin wurde Erika Mack gewählt. Christine Seyfang übernimmt die Schriftführertätigkeit von Tanja Stähle, die sich nicht wieder zur Wahl stellte. Monika Bischof führt weiterhin die Kasse. Weitere Vorstandsmitglieder sind Christine Maihöfer-Beck, Brigitte Hertler, Barbara Süss, neu hinzugewählt wurden Silke Zenker und Erika Hurlebaus.

Wir danken dem alten und neuen Vorstand für ihr Engagement.

Neue Mitglieder wurden begrüßt und eine Landfrau wurden für 40-jährige Vereinsmitgliedschaft geehrt: Regine Bareiß (siehe Bild)

Mit einem kurzen Ausblick auf die nächsten Veranstaltungen endete der Abend.

Nachhaltig einkaufen in Schorndorf am 11.03.2022

bei Jakob's und in der Bergerei

Kaum hatte man sich am Freitagvormittag vor dem Jacob Concept store in der neuen Straße versammelt, wurden die LandFrauen nicht nur mit leckerem Marzipan aus Jakob’s  Laden sondern auch mit einem Gläschen Sekt, spendiert vom Modehaus Kraiss begrüßt. So vorbereitet ließ sich die Gruppe von Jakob Härer, der gelernter Schneider und Designer ist, das Ladenkonzept  erklären:  Hier wird angeboten, was  die drei Kriterien bewusst, nachhaltig, regional erfüllt. Und so gibt es ein breit gefächertes Angebot von Kleidung über Möbel, Kerzen, Seife oder auch Gin.

Auch in der Bergerei , Schorndorfs Unverpacktladen, geführt von Larissa Berger wird nachhaltig gewirtschaftet. Hier gibt es nicht nur Lebensmittel, die  regional, unverpackt und  biologisch von ca. 150 verschiedenen Lieferanten bezogen werden, sondern auch einen Non Food-Bereich für Kosmetik und Haushalt. Nach diesem interessanten und informativen Vormittag ließ man sich im dazugehörigen Tagescafé mit einem leckeren Mittagessen verwöhnen.

Frühstück mit Vortrag am 05.03.2022

Portrait zweier Freundinnen

Am Samstag trafen sich die Landfrauen in der Staufenstube der Schurwaldhalle zu einem gemütlichen und reichhaltigen Frühstück mit anschließendem Vortrag. Den interessierten Frauen wurden von der Historikerin Elisabeth Skrzypek der Werdegang von Marion Gräfin Dönhoff und Frau Alice Schwarzer vorgestellt. Beide wuchsen unterschiedlich auf, hatten unterschiedliche Lebensansichten, beide Journalistinnen und jede Herausgeberin einer Zeitschrift. Die anschließende Gesprächsrunde endete mit dem Fazit: „Demokratie muss man verteidigen - und Frauenrechte auch!“

Wer war eigentlich Reinhold Maier?" Führung im Stadtmuseum am 08.02.2022

Am Dienstagnachmittag trafen sich zehn LandFrauen am Schorndorfer Stadtmuseum, um einen Blick auf den ersten Ministerpräsidenten Baden-Württembergs und gebürtigen Schorndorfer, Reinhold Maier zu werfen. Fachkundig und geistreich führte Stephan Lawall, zur Zeit wissenschaftlicher Volontär und Mitgestalter der Schau durch die Sonderausstellung.

Der Jurist Reinhold Maier hat ein bewegtes Leben im 20.Jahrhundert hinter sich: Im ersten Weltkrieg diente er an der Front, in der Weimarer Republik wirkte er in der Deutschen Demokratischen Partei, wurde 1932 in den Reichstag gewählt und stimmte dort 1933 für das Ermächtigungsgesetz und wurde nach dem Krieg zuerst von den Amerikanern als Ministerpräsident von Württemberg-Baden eingesetzt und war maßgeblich an der Entstehung des Südweststaates beteiligt. Als gewählter Ministerpräsident stand er dem neuen Land Baden-Württemberg von 1952-53 vor, bis er auf Grund des schlechten Abschneidens seiner Partei, der FDP zurücktrat aber in der Politik blieb und sich vor Ort um das Wohlergehen der Menschen kümmerte. Ein wichtiges Anliegen war ihm die Wasserversorgung und damit der Bau der Wassertürme: So ist der Breecher Wasserturm nach ihm benannt.

Verheiratet war Maier mit einer Jüdin, Gerta Goldschmidt, die er gerade noch rechtzeitig vor Kriegsbeginn mit den gemeinsamen Kindern nach England bringen konnte, wo seine Familie unbeschadet den Krieg überstand.

Die Ausstellung beleuchtet auch den Netzwerker Reinhold Maier, der sehr gesellig war, gern im Landgasthof Hirsch den „Schwarzen Peter“ trank und begeistert wanderte. - Am Ende der Führung war man sich einig: Die Schau ist unbedingt sehenswert.